Eisprungkalender

Ob man nun schwanger werden oder eine Schwangerschaft verhüten will, in beiden Fällen ist es sinnvoll, einen Überblick über seinen Zyklus zu erhalten. Um mit einer einfache Methode die fruchtbaren oder unfruchtbaren Tage berechnen zu können, ist ein Eisprungkalender oder Fruchtbarkeitskalender sinnvoll.

Der Zyklus der Frau

Der Zyklus der Frau ist die Zeit vom ersten Tag der letzten Menstruation bis zum letzten Tag vor der nächsten Periode, und dieser lässt sich mit einem Eisprungkalender oder Fruchtbarkeitskalender schön darstellen. Innerhalb dieses Zyklus geschieht in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen immer das Gleiche. Während der Periode wird eine unbefruchtete Eizelle mit der aufgebauten, und nun überschüssigen Gebärmutterschleimhaut, ausgeschieden. Dieser Prozess kann bis zu 7 Tage dauern. Mit der beginnenden Reifung der nächsten Eizelle, findet auch der Wiederaufbau der Gebärmutterschleimhaut statt. Ist die Eizelle bereit, erfolgt der Eisprung, d.h. die Eizelle wird aus dem Eierstock heraus geschwemmt, und beginnt ihre Wanderschaft durch die Eileiter zur Gebärmutter.

Der Eisprung, und ein Tag danach werden im Eisprungkalender bzw. Fruchtbarkeitskalender als fruchtbare Tage angezeigt. Jedoch sind Spermien bis zu 6 Tage lebensfähig, und so werden noch die 5 Tage vor dem Eisprung, als fruchtbar im Eisprungkalender markiert. Wird nun die Eizelle nicht befruchtet, nistet sie sich nicht in der Gebärmutter ein, und die Schleimhaut wird wieder abgebaut. Es kommt zur erneuten Periode, der Zyklus ist vorüber und beginnt von Neuem. Ein Zyklus dauert im Durchschnitt 28 Tage und der Eisprung findet ca. 15 Tage vor der nächsten Menstruation statt.

Fruchtbarkeitskalender als Verhütungsmethode

Ohne weitere Maßnahmen wie die tägliche zeitgenaue Temeraturmessung ist der Eisprungkalender eine ziemlich ungenaue Verhütungsmethode

Der Eisprungkalender allein ist keine zuverlässige Verhütungsmethode

Ein Eisprungkalender bzw. Fruchtbarkeitskalender eignet sich nur sehr bedingt zur Verhütung, da der Zyklus enormen Schwankungen unterliegt, und diese Werte rein theoretischer Natur sind. Schwankungen können z.B. entstehen durch Stress, Krankheit oder Medikamente. Solche Schwankungen werden in einem theoretischen Eisprungkalender nicht berücksichtigt, und kann zu einem fehlerhaften Fruchtbarkeitskalender führen. Ohne weitere Methoden, z.B. Temperaturmethode oder Hormonmessung, ist der Eisprungkalender zur Verhütung einer Schwangerschaft nicht zu empfehlen. Bei einem Kinderwunsch zeigt der Fruchtbarkeitskalender jedoch zumindest Tendenzen in Richtung fruchtbare Tage und Eisprung an.

Online Fruchtbarkeitskalender

Ein Eisprungkalender lässt sich bequem online erstellen. Hierzu wird lediglich die Zyklusdauer und der erste Tag der letzten Periode benötigt. Ein gut geführter Einsprungkalender kann im Falle einer bestehenden Schwangerschaft ebenfalls hilfreich bei der Berechnung der SSW oder gar des Geburtstermins sein, da der Zeitpunkt der Empfängnis so genauer bestimmt werden kann.

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